Ab dem 1. März 2025 bietet das Zentrum für Hochschulsport der Leibniz Universität Hannover (LUH) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sportwissenschaft eine neue Möglichkeit zur Optimierung der Ausdauerleistungsfähigkeit an. Die Spiroergometrie – eine Goldstandard-Methode zur Leistungsdiagnostik – ermöglicht es Studierenden und Beschäftigten, ihre sportlichen und gesundheitlichen Ziele besser zu erreichen.
„Die Leistungsdiagnostik ist eine großartige Ergänzung für unser hochschuleigenes Fitnessstudio CAMPUSFit,“ erklärt Sebastian Knust, Leiter des Zentrums für Hochschulsport. Das neue Angebot hilft Sporttreibenden, individuelle Trainingspläne zu erstellen, diese anzupassen und Fortschritte genau zu verfolgen. Besonders für Sportlerinnen und Sportler ohne umfangreiche Trainingserfahrung bietet die Dienstleistung wertvolle Unterstützung.
Funktionsweise der Spiroergometrie
Bei der Spiroergometrie werden der aktuelle Leistungsstand der Probanden erfasst und individuelle Trainingszonen bestimmt. Durch die Messung von Atemgasen und weiteren Parametern während der körperlichen Belastung erhalten die Teilnehmenden einen genauen Einblick in ihren Stoffwechsel und ihre Leistungsfähigkeit. Eine spezielle Atemmaske – versehen mit einem hochpräzisen Messsystem – erfasst detaillierte Daten wie das Atemminutenvolumen und die Konzentration von Sauerstoff und Kohlendioxid. Zusätzlich wird Kapillarblut aus dem Ohrläppchen entnommen, um die Laktatkonzentration zu bestimmen und eine noch genauere Analyse der Stoffwechselprozesse während der Belastung zu ermöglichen. Die erhobenen Daten werden anschließend von erfahrenen Sportwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern ausgewertet. In einem persönlichen Gespräch erhalten die Probanden im Nachgang detaillierte Rückmeldungen zu ihrer Leistungsfähigkeit sowie praktische Empfehlungen zur Anpassung ihres Trainings. Auf Wunsch wird auch ein Trainingsplan erstellt, der auf die individuellen Bedürfnisse und Ziele abgestimmt ist.
Wissenschaftlicher Hintergrund und Nutzen
Prof. Dr. Eric Stöhr, Leiter des Arbeitsbereiches Sport und Gesundheit am Institut für Sportwissenschaft erläutert: „Die Durchführung einer Laktatdiagnostik gehört zu den klassischen Tests der Sportwissenschaft. Wir wissen, dass die maximale Ausdauerfitness („VO2max“) stark mit der Leistungsfähigkeit und Gesundheit von Menschen zusammenhängt. Ebenso ist die Bildung von Laktat, umgangssprachlich auch Milchsäure genannt, ein wichtiger Faktor. Die gute Nachricht: Wer durch eine Leistungsdiagnostik erfährt, wie es zum jetzigen Zeitpunkt um die VO2max und das Laktat steht, kann diese Ergebnisse nutzen und durch gezieltes Training verbessern.“
Mit dem neuen Angebot leistet das Zentrum für Hochschulsport einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Fitness und Gesundheit innerhalb der Universität. Der Einsatz der Spiroergometrie ermöglicht eine präzisere Definition und effizientere Erreichung individueller Trainingsziele, was das allgemeine Wohlbefinden und auch den sportlichen Erfolg der Teilnehmenden steigert.
Wissenschaftlich fundierte Kenntnisse praxisnah vermittelt
Darüber hinaus bietet die neue Dienstleistung jungen sportbegeisterten Studierenden wertvolle Einblicke in die praktische Anwendung sportmedizinischer Leistungsdiagnostik. Die Spiroergometrie wird in die Lehre des Instituts für Sportwissenschaft integriert und vermittelt den Studierenden so praxisnah wissenschaftlich fundierte Kenntnisse.
Zukunftsweisende Kooperation
„Unterstreichen möchte ich bei diesem Projekt auch die enge und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Arbeitsbereich „Sport und Gesundheit“ des Instituts für Sportwissenschaft. Die Kooperation stellt sicher, dass die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Praxis des Hochschulsports integriert werden. Dies fördert nicht nur die sportliche Leistungsfähigkeit der Aktiven, sondern trägt auch zur akademischen Ausbildung bei, in dem Studierenden und Forschungsmitarbeitenden die Möglichkeit geboten wird, praktische Erfahrungen zu sammeln. Zusätzlich könnte diese Zusammenarbeit neue Forschungsprojekte und Erkenntnisse im Bereich Sport und Gesundheit anregen,“ so Sebastian Knust.
Zielgruppe und Erreichbarkeit
Die Leistungsdiagnostik richtet sich vor allem an Studierende und Beschäftigte der LUH und der Kooperationshochschulen, die ihre sportliche Leistung verbessern oder ihre Gesundheit durch gezieltes Training fördern möchten. Aber auch externe Personen können das Angebot – bei freien Kapazitäten – nutzen. Weitere Informationen zu den Messverfahren, den Angeboten und dem Projekt sind auf den Webseiten des Zentrums für Hochschulsport zu finden.
Kontakt
Zentrum für Hochschulsport – CAMPUSFit
E-Mail: leistungsdiagnostik@zfh.uni-hannover.de
Telefon: +49 511 762 14286