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Zentrum für Hochschulsport
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Grundsätze des Hochschulsports

Auszüge aus der Ordnung der ZfH

Die folgenden Aussagen zur Struktur des Hochschulsports beziehen sich hauptsächlich auf die "Ordnung für das Zentrum für Hochschulsport", genehmigt mit Erlaß vom 27.07.83.

Am 1.10.1980 wurde das Zentrum für Hochschulsport der Universität Hannover (ZfH) als eine Nachfolgeeinrichtung des früheren Instituts für Leibesübungen gebildet. Hierfür wurde vom Senat eine Ordnung erlassen, die demokratische Entscheidungsprozesse über die den Hochschulsport betreffenden Fragen unter Mitwirkung der Betroffenen gewährleisten soll. Zwischenzeitlich sind die Tierärztliche Hochschule, die Medizinische Hochschule, die Hochschule Hannover und die Hochschule für Musik und Theater dieser Ordnung beigetreten.

Das ZfH hat die Aufgabe, unter Nutzung des jeweiligen aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstandes für die Mitglieder der beteiligten Hochschulen ein bedürfnisorientiertes und differenziertes Sportangebot bereitzustellen. Eine Kooperation mit Trägern des außeruniversitären Sports ist zu pflegen.

Das ZfH hat folgende Gremien bzw. Organe:

  • den Beirat
  • die Obleuteversammlung
  • den Leiter / die Leiterin

Der Beirat besteht aus:

  • Senatsbeauftragten
  • VertreterInnen der Studentenschaft
  • VertreterInnen des Personalrats
  • dem Leiter / der Leiterin des Zentrums (ohne Stimmrecht).

Obleuteversammlung

In der Obleuteversammlung sollen die Sportgruppen entsprechend ihrem Umfang im gesamten Sportangebot vertreten sein. Die Obleuteversammlung erarbeitet Empfehlungen gegenüber dem Beirat; sie tagt in der Regel zweimal pro Semester.

Mitbestimmung im Hochschulsport: Das Obleuteprinzip

Jede Sportgruppe, die im Sportprogramm aufgeführt ist, wählt zu Beginn jeden Semesters eine(n) Obfrau(mann) aus ihrer Gruppe, die (der) die Interessenvertretung ihrer/seiner Sportgruppe wahrnimmt. Die gewählten Obleute füllen eine Obleutekarte aus, die dem Sportreferat zugeleitet werden muß. Die Obleute aller Gruppen treten zweimal im Semester zur Obleuteversammlung (OV) zusammen. Die OV wählt den Vorstand (SportreferentInnen), beschließt den Haushalt des Sportreferats und das Sportprogramm. Die Obleuteversammlung ist das höchste - auf freiwilliger Basis arbeitende - Organ für die SportreferentInnen und Sporttreibenden. Auf der OV werden Beschlüsse im Rahmen der Satzung gefaßt. Verankert ist die Mitbestimmung durch die von der OV verabschiedete und von der studentischen Kammer bestätigte Satzung. Einladungen und Protokolle der Gremien hängen am Schwarzen Brett aus. Die Termine sind auf der letzten Seite aufgeführt.

Verfahren zur Veränderung des Sportprogramms

Grundlage für die Planung des Sportprogramms ist der jeweilige Zeitraum des Vorjahres (für ein Wintersemester also das WS des vorhergehenden Jahres). Veränderungen müssen jeweils freitags vor der 2. Obleuteversammlung des vorhergehenden Semesters beim ZfH beantragt werden; die Aufforderung hierzu - zusammen mit den einzuhaltenden Terminen - ergeht als  Information an die gemeldeten Obleute mit der Einladung zur Obleuteversammlung. Erstanträge geschlossener Gruppen bedürfen einer schriftlichen Legitimation der jeweiligen Einrichtung. Über die Annahme von Veränderungsanträgen entscheidet die Obleuteversammlung sowie der Beirat. Die vorliegenden Anträge werden am Tag vor der OV vor dem ZfH-Servicebüro ausgehängt.

Soweit also keine Veränderungsanträge vorliegen und die jeweilige Sportstätte nicht durch andere Gruppen beansprucht wird, werden die alten Zeiten in der Regel übernommen. Über Anträge auf Programm-Änderung nach Beschlußfassung durch den Beirat entscheidet das ZfH; insbesondere können Gruppen, die keine Obleute benannt und/oder sich nicht in die Statistiklisten eingetragen haben, ohne weitere Rückfragen zugunsten anderer Nutzer gestrichen werden. Der folgenden OV wird hierüber berichtet.

Sportgruppen, die verspätet einen Antrag auf Nutzung einer Sporstätte stellen (nach der OV), können innerhalb bestimmter Fristen berücksichtigt werden, soweit die Sportstätte nicht bereits belegt ist. Es fällt dann jedoch ein einmaliges Entgelt in Höhe von Euro 20,- bis Start des Programmes bzw. Euro 40,- nach Programmbeginn an.

Konzeptioneller Rahmen

 (beschlossen vom Beirat im Juli 1986) In Ergänzung zum formalen Rahmen der Ordnung soll die Beachtung der folgenden Grundsätze ein den Bedürfnissen der Hochschulmitglieder angepaßtes Sportangebot ermöglichen.

Bei dem Hochschulsport als einer spezifischen Form des Betriebssports ist die besondere Zusammensetzung der Mitgliedschaft der Hochschulen zu berücksichtigen. Es handelt sich zum überwiegenden Teil um Studierende, also um noch in der Ausbildung befindliche junge Erwachsene, die in der Regel eine hohe körperliche Leistungsfähigkeit haben, andererseits aber oft in schwierigen materiellen Verhältnissen leben.

In diesem Zusammenhang hat sich im Umfeld der Hochschule ein spezifisches Geflecht aus Wohn- und Lebensgewohnheiten, sozialen Kontakten, politischen Einstellungen, kulturellen Interessen, Diskussionsformen usw. entwickelt und weiterentwikkelt, das mit dem Begriff "studentisches Leben" oder "studentische Kultur" umschrieben werden kann.

Zu den Hochschulmitgliedern gehören aber auch teilweise ältere Bedienstete, deren Interessen sich im Sinne des üblichen Betriebssports auf körperlichen Ausgleich und soziale Kontakte im Verhältnis zu ihrem Arbeitsplatz gründen, die oft jedoch auch von der studentischen Lebenskultur beeinflußt sind.

Die so beschriebenen Lebensumstände haben erhebliche Auswirkungen auf die Wünsche und Prioritäten im Hinblick auf ein Sportangebot.

Schließlich ist der Hochschulsport Teil einer Institution, deren Hauptaufgabe die wissenschaftliche Lehre und Forschung ist. In dieser Situation hat er die Chance und gleichzeitig die Aufgabe, insbesondere neue sportwissenschaftliche Ergebnisse aufzugreifen und in der Praxis umzusetzen.

Will der Hochschulsport seine Aufgaben unter Beachtung dieser Voraussetzungen einlösen, so muß

  • ein vielfältiges Sportangebot gemacht werden, bei dem in möglichst vielen Sportarten mit unterschiedlichen Zielen und Motiven auf differenziertem Leistungsniveau Sport getrieben werden kann;
  • ein lernorientiertes Sportangebot gemacht werden kann, welches die Entwicklung einer umfassenden sportlichen Handlungskompetenz, die Festigung des Sportinteresses und damit die Bereitschaft zu dauerhaftem Sporttreiben ermöglicht;
  • die Möglichkeit bestehen, neue Inhalte und Zielperspektiven zu entwickeln, um einerseits eine Qualitätsverbesserung des Angebots zu erreichen, um andererseits auch bis dahin passive Hochschulmitglieder ansprechen zu können, also den Teilnehmerkreis zu erweitern.